Solarstrom

Die  Stromerzeugung aus Sonnenlicht (Photovoltaik oder Fotovoltaik) gehört mit zu den umweltfreundlichsten Arten der Energiegewinnung.

Eine Begriffserklärung zu dieser Art der Energiegewinnung.

Photo-volta-ik

"Photo" kommt von Photon (griechisch: phōs; Licht)
"volta"(nach Alessandro Volta, ca. 1750, ital. Naturforscher)
"-ik"(Anhänsel, wie für Technik etc.)

Historie der Photovoltaik in Deutschland.

Vor ca. 30 Jahren Jahren, also vor 1990 [1], haben Betreiber von Photovoltaik-Systemen den selbst produzierten Strom vom eigenen Dach auch zunächst im eigenen Haus genutzt, da eine Netzeinspeisung nicht oder kaum möglich war.

Im September 1990 wurde vom Bund und den Ländern das „1000-Dächer-Photovoltaik-Programm“ ausgerufen [2]. Ziel war laut dem damaligen Bundesministerium für Forschung und Technik die „Bewertung des bereits erreichten Standes der Technik“. Außerdem diente das Programm „zur Ableitung des noch erforderlichen Entwicklungsbedarfs bei netzgekoppelten Photovoltaikanlagen mit kleiner Leistung“. Im Juli 1991 wurde dieses Programm auch auf die neuen Bundesländer ausgedehnt. Es wurde zum erstenmal ein Stromeinspeisungsgesetz verabschiedet [3], so dass es Bertreibern möglich war den solar produzierten Strom ins Netz einzuspeisen. Ab 1991 wurden mit dem Stromeinspeisungsgesetz die Energieversorger dazu verpflichtet, den Strom der kleinen regenerativen Kraftwerke abzunehmen. Die Anlagen waren damals auf einen maimale leistung von 5 kW begrenzt. Das Programm lief aber 1992 aus und es entstand eine Lücke bis zum Jahr 1999.

Von 1999-2003 wurde das „100.000-Dächer-Photovoltaik-Programm“ ins Leben gerufen. Im Jahre 2003 wurden ca. 65.000 Dächer mit einer installierten Leistung von 300 MW erreicht.

Das Programm war Teil des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Kurztitel Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG).

Das EEG [4] wurde im April 2000 in Kraft gesetzt und löste das Stromeinspeisungsgesetz von 1991 ab. Ziel war es auch kleinere Anlagen und weitere Techniken zu fördern. Es wurde zum ersten mal eine jährliche Degression von 5% der Vergütungssätze eingeführt und der Aufbau von Anlagen bei 350 MW beschränkt. Das EEG erfuhr Novellen im Jahre 2004, 2009, 2012 und eine Photovoltaik-Novelle im Juni 2012 und 2014. Seit 2014 können große PV Solaranlagen (>100 kW) nur noch über das Ausschreibungsverfahren geplant und gebaut werden. Eine Novelle ist zum Januar 2017 in Kraft getreten, die Vergütungssätze wurden nicht weiter abgesenkt. In Zukunft wird es zu einer grundlegenden Reform des EEG kommen, da es im Jahr 2020 sowieso ausläuft.

EEG PV-Vergütung nach dem Datum der Anlageninbetriebnahme für neue Anlagen, durchschnittliche EEG Vergütung für PV-Strom für Bestandsanlagen gemäß EEG. Vollkosten für fossil- und nukleare Stromerzeugung, durchschnittkliche Strompreise. [5]

Ein Trend, der sich heute abzeichnet, liegt darin, den selbst produzierten Strom zunächst zuerst selbst zu verbrauchen, evtl in Batterien oder Akkumulatoren zu speichern oder Maschinen wie Wärmepumpen damit anzutreiben, um damit Gebäude zu beheizen und nur den Überschußanteil ins öffentliche Netz einzuspeisen.

Neueste Standards, Qualitätsprodukte und über 30 Jahre Erfahrung garantieren inzwischen Langlebigkeit und Versorgungssicherheit. Solarstrom zur Netzeinspeisung und zum Eigenverbrauch ist heute schon mehr als nur eine gute Alternative. Neuste Entwicklungen und Anstrenungen in der wirtschaftlichen Produktion von Batterietechnik werden diese Efekte noch beschleunigen.

Hierzu bieten sich heute smart-grid Systeme an, die die PV-Anlage mit der übrigen Haustechnik verbinden und vernetzen.


Quellenangaben:

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Photovoltaik#Nutzung_auf_der_Erde

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/1000-Dächer-Programm

[3] http://archiv.jura.uni-saarland.de/BGBl/TEIL1/1990/19902633.1.HTML

[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz

[5] Quelle: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland
Dr. Harry Wirth, Bereichsleiter Photovoltaische Module, Systeme und Zuverlässigkeit
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Heidenhofstraße 2, 79110 Freiburg

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